Schloss Hallenburg, Schlitz

Das Schloss liegt in einem wunderschönen Park, von dem Flüsschen Schlitz begrenzt. Es wurde zwischen 1706 und 1712 als spätbarockes Gebäude errichtet und später im Jahre 1800 um ein klassizistisches Obergeschoss erweitert.

Nachdem die Hessische Landesregierung am 14. November 2000 per Kabinettsbeschluss Schlitz als Standort der ersten hessischen Landesmusikakademie festgelegt hatte, begann im Frühjahr 2001 die Stadt Schlitz mit den Restaurierungs- und Umbauarbeiten, die in enger Kooperation mit der Hessischen Akademie für musisch-kulturelle Bildung GmbH erfolgte, deren alleiniger Gesellschafter der Landesmusikrat Hessen, deren Geschäftsführerin die Generalsekretärin des Landesmusikrates Hessen, Frau Diedrich, und deren Aufsichtsratsvorsitzender der Präsident des Landesmusikrates Hessen, beide in ehrenamtlicher Funktion, sind. Außerdem gehören dem Aufsichtsrat noch folgende Personen an: Herr Meyer-Scholten (für das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Herr Bürgermeister Schäfer (Schlitz), Herr Landrat Marx (Vogelsbergkreis) und Herr Dufner (Musikchef des HR) an.

Das Schloss Hallenburg befindet sich in einem ausgedehnten Park, d.h. in lärmgeschützter Lage.
Das Gebäude besteht aus 4 Geschossen, zwischen denen ausnahmslos das gefürchtete Problem des Trittschalls beseitigt werden konnte, da sämtliche Decken wegen Hausschwarmbefalls entkernt und neu aufgebaut werden mussten.

Das Schloss Hallenburg enthält 20 Arbeitsräume (ca. 25 m² bis 80 m² groß) mit Holzfußböden (Parkett oder Dielen) und Akustikdecken. Letztere sorgen für klanglich gute Bedingungen. Akustische Störungen zwischen den einzelnen Arbeitsräumen konnten weitgehend mittels zwischengeschalteter Pufferräume (Abstellräume) verhindert werden.

Zusätzlich zu den 20 Arbeitsräumen stehen uns noch der Gartensaal (65 m²) mit einem Konzertflügel und das Tapetenzimmer mit einer über 200 Jahre alten chinesischen Tapete (65 m²) mit einem Cembalo für Kammerkonzerte zur Verfügung.
Im Kellergeschoss befindet sich neben 3 Arbeitsräumen eine Cafeteria, in der man in den Pausen und abends nach der Arbeit Getränke und Snacks einnehmen und in ausgedehnter Weise verweilen und entspannen kann. Letzteres kann allerdings auch in den gemütlichen Gaststätten des schönen Fachwerkstädtchens geschehen, die allesamt per Fuß in nur wenigen Minuten erreichbar sind.

 

Schloss Fasanerie, Eichenzell

Sieben Kilometer südlich von Fulda liegt auf einer leichten Anhöhe, umrahmt von herrlichen Waldungen und fruchtbaren Feldern, Hessens schönstes Barockschloss. Dem Terrain der sanft abfallenden Hügel harmonisch angepasst, wurde die reizvolle Lage vom Bauherrn und seinem Architekten mit viel Einfühlungsvermögen genutzt. Die Anlage vermittelt dem heutigen Besucher in einem gelungenem Zusammenspiel von Park, und Schlossgebäuden den Eindruck einer fürstlichen Sommerresidenz der vergangenen Jahrhunderte. Dazu gehören repräsentative Schlossflügel ebenso wie schlichte Wirtschaftsgebäude; verspielte Parkpavillons ebenso wie Pferdestallungen.
Schloss Fasanerie gehört heute der Hessischen Hausstiftung, die im Inneren des Schlosses ein Museum betreibt, in dem prachtvoll eingerichtete Räume und erlesene Kunstwerke präsentiert werden. Jeden Sommer zeigt das Museum bei einer Sonderausstellung im ehemaligen „Badehaus“, eine Auswahl normalerweise verborgener Schätze der Kunstsammlung.

Zur Stärkung und zum Verweilen lädt die stimmungsvolle Gastronomie von Schloss Fasanerie ein. Das Café mit seiner Sonnenterrasse bietet Räume zum Speisen und Feiern. Hinter dem Postenhaus im Park lockt einer der schönsten Biergärten der Region.

Im Pferdestall der historischen Wirtschaftsgebäude des Schlosses und auf den sie umgebenden Koppeln ist heute der Reitclub Fulda zu Hause.

 

Stadtschloss Fulda

Den glanzvollen Mittelpunkt unter den profanen Bauwerken bildet das Stadtschloss, die Residenz der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe.
Das heutige barocke Schloss wurde als Vierflügelanlage mit zwei Seitenflügeln, die einen Ehrenhof einfassen, in den Jahren 1708-1714 erweitert. Der Baumeister der Schlossanlage, die auf den Vorgängerbauten entstand, war Johann Dientzenhofer, der auch den barocken Dom erbaute. Sein Auftraggeber war Fürstabt Adalbert von Schleiffras.

Die „Historischen Räume des Stadtschlosses“, der ehemaligen Residenz der Fuldaer Fürstäbte, bieten einen Blick in die Lebenswelt des Absolutismus. Sie können mit dem Fürstensaal den barocken Festsaal mit seinen Nebenräumen besichtigen. Ebenso ist eine Wohnung der Fürstäbte des 18. Jhs., die um 1730 ausgestattet wurde, in den Rundgang eingeschlossen. Eine Sammlung mit Porzellanen aus der Manufaktur in Fulda, die allerdings nur kurze Zeit hochwertige Stücke produzierte, ist ebenso zu sehen, wie Prunkräume aus dem 19. Jahrhundert.

Vom Schlossturm aus haben Sie einen wunderbaren Blick über Fulda und bei schönem Wetter bis in Vogelsberg und Rhön. Der Turm ist in den Monaten April bis Oktober zu den Öffnungszeiten des Stadtschlosses begehbar, in den Wintermonaten kann der Turm nicht bestiegen werden.
Alle Räume, die nicht als Museumsräume genutzt werden, sind heute Verwaltungsräume der Stadtverwaltung. Einige der historischen Räume werden für Trauungen, Konzerte, Lesungen und Events genutzt.

 

Schloss Bieberstein

Das Barockschloß aus dem Jahre 1150 hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich.

Abt Marquard von Fulda ließ die Burg im Jahre 1150 zum Schutz gegen Raubritter – die zu dieser Zeit in der Rhön noch ihr Unwesen trieben – erbauen. 100 Jahre später erweitert Abt Heinrich IV die Burg und baut sie weiter aus. Zwischen den Jahren 1350 und 1500 wurde die Burg an verschiedene Adelsgeschlechter verpfändet, da die Unterhaltungskosten wohl sehr hoch waren. Seit dieser Zeit war Schloß Bieberstein auch Amt und Oberamt der Fürstabtei Fulda für 36 Ortschaften und 9 Einzelhöfe.

In der Zeit von 1576 bis 1602 diente die Burg als Exil für den Fürstabt Balthasar von Dernbach und seinem Hofstaat, der vom Würzburger Fürstbischof Julius Echter abgesetzt wurde. Papst Clemens VIII verlieh ihm später wieder alle Rechte.

Im Jahre 1602 wurde die Burg geräumt, stand fast 100 Jahre leer und wurde immer baufälliger. Fürst Adalbert von Schleifras ließ nach den Plänen des Fuldaer Dombaumeisters Johannes Dientzenhofer ein prächtiges Barockschloß erbauen.

1802 fiel es durch die Säkularisation an Oranien-Nassau; in weiterer Reihenfolge an die französische Militärverwaltung, an das Großherzogtum Frankfurt, an Österreich und an Preußen. Nach Zwangsversteigerung im Jahre 1887 wurde das Schloß von dem Fuldaer Fabrikanten Bellinger im Jahre 1904 an Hermann Lietz verkauft, der dort ein „Landerziehungsheim“ gründete.

Heute befindet sich im Schloß eine private Schule der Hermann-Lietz-Stiftung und das Gebäude ist deshalb für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Aber für den Blick vom Schlosshof auf die darunter liegenden Täler und Berge der Rhön lohnt allemal die Auffahrt!

 

Eichenzeller Schlösschen

Das Schlösschen von Eichenzell kann auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken. Das Rittergeschlecht der Ebersberger war in Eichenzell schon sehr früh begütert und ansässig. So konnte bei dem Innenausbau des Schlösschens im Jahre 1969 - 1971 nachgewiesen werden, daß bereits um die Jahre 1250 - 1260 eine Wohnung (Turmburg) der Ebersberger hier bestand. Aus diesem Kernwerk entstand dann 1548 das Schlösschen in seinen heutigen Ausmaßen.

Bis zum Jahr 1699 befand sich das Schloss im Besitz der Herren von Ebersburg. Mit dem Verkauf des Eichenzeller Schlösschens durch den Urenkel der letzten Ebersbergerin ging das Schlösschen und die dazugehörenden Güter an den Junker Ludwig von Schleifras, einen Bruder des Erbauers des Fuldaer Domes. Damit endete die Zeit der Ebersberger und ihrer Nachkommen in dem Dorf Eichenzell, das sie einst von Fürstabt Johann I. von Merlau (1395 - 1440) als Pfand bekommen hatten. Dieser Herr von Schleifras übergab sein Eigentum dem Stift Fulda, so daß das Stift Fulda nach dem Erwerb der ebersburgischen Güter seine Stellung im Ort Eichenzell selbst unangreifbar machte. Wie unerschütterlich die Stellung des Fuldaer Abtes in Eichenzell dann war, äußerte sich bald darin, daß Fürstabt Konstantin von Buttlar (1714 - 1726) das Eichenzeller Schlösschen zur Sommerresidenz erwählte. Als sein Nachfolger Adolf von Dalberg sich eine größere Residenz baute, das heutige Schloss Fasanerie oder auch "Adolphseck" genannt blieb er wenigstens in der Eichenzeller Gemarkung.

Durch die Säkularisation 1802, bei der sämtliche geistliche Besitzungen an den Staat fielen, wurde auch das Eichenzeller Schlösschen Eigentum des Staates. Seitens des Staates wurde das Schlösschen der Pfarrgemeinde Eichenzell auf unbestimmte Zeit mit der Verbindlichkeit überlassen, für die Unterhaltung des Gebäudes zu sorgen. 1874, in der Kulturkampfzeit, mußte der Pfarrer die zur Verfügung gestellte Wohnung zurückgeben.Von staatlicher Seite erfolgte keine Instandhaltung mehr und das Schlösschen verfiel mehr und mehr. Als das Schlösschen in 1878 vom Staat versteigert wurde, bekam die katholische Kirchengemeinde für 3.158 Mark den Zuschlag. Neben der Nutzung als Pfarrhaus befand sich auch zeitweise im zweiten und dritten Stockwerk das Baubüro für den Bahnbau Fulda-Gersfeld. Im Jahre 1963 erwirbt die Gemeinde das Schlösschen. Unter der Federführung des damaligen Bürgermeisters Karl Ebert wurde das Schlößchen von 1969 - 1971 für 1,5 Mio. Mark renoviert und umgebaut. In den ältesten Teil des Schlosses - dem ehemaligen Turmbau - wurde eine Gaststätte mit Kegelbahnen integriert. Die anderen Räumlichkeiten werden seit 1971 als Gemeindeverwaltung genutzt. Im zweiten Stock befindet sich ein Kultursaal, der mit einem Kostenaufwand von 1,4 Mio. Mark in den Jahren 1987 und 1988 umgestaltet wurde.

Innerhalb der letzten zwölf Monate wurde das Eichenzeller Schlösschen umfangreich saniert und umgebaut. Durch den Einbau eines komfortablen Aufzuges sowie die Neuordnung der Bürobereiche wurde ein kundenfreundliches Bürgerbüro eingerichtet. Das helle, moderne Bürgerbüro verbessert den Service und hilft der Bürgerschaft ihre Angelegenheiten schneller und zielorientierter zu erledigen. Das historisch Trauzimmer wurde ebenfalls neugestaltet und bietet mit seiner barocken Einrichtung ein romantisches Ambiente für festliche Trauungen. Die bisherige Kegelbahn wurde mit einer langen Tafel zu einem stilvollen Husarenkeller umfunktioniert. Der Husarenkeller mit Küche kann für kleinere Festlichkeiten angemietet werden.

Mit der neugestalteten Außenfassade erstrahlt das "Fürstliche Haus zu Eichenzell" im neuen Glanz und der ursprüngliche Renaissance -Stil wird wieder sichtbar.

Auch im Innenbereich wird durch die freigelegte Mauer der Wohnburg die geschichtliche Entstehungszeit des Schlösschens 1250/1260 eindrucksvoll dargestellt.

Das moderne Rathaus gibt dem denkmalgeschützten Wahrzeichen von Eichenzell einen langfristigen Gebrauchswert und eine hoffnungsvolle Zukunft. Gleichzeitig wird der historische Ortskern von Eichenzell mit Schlossgarten, Kirche, Altes Brauhaus und dem blauen Haus aufgewertet.

 

Hohhaus Palais

Das Hohhaus-Palais wurde in den Jahren 1770 bis 1778 - also im ausklingenden Rokoko - von General Georg Friedrich Riedesel Freiherr zu Eisenbach für die Riedeselschen Familien erbaut und von diesen bis zum Jahre 1907 bewohnt. Es war für sie ein Hof-Haus, für die Bewohner Lauterbachs zunächst das Hohe-Haus, und daraus wurde später in der Kurzfassung das Wort "Hohhaus".
Die Familie Riedesel gab 1945 das Haus auf, nachdem es bereits seit 1931 als Museum gedient hatte. Heute ist es im Besitz der Stadt Lauterbach, und diese hat es dem Verein "Lauterbacher Museum e.V." für seine Arbeit zur Verfügung gestellt.

Erbaut wurde das Palais von dem Baumeister Georg Veit Koch aus Rodach bei Coburg. Beachtenswert sind die von den süddeutschen Meistern Wiedemann und Hoys gefertigten Stukkaturen. Sie sind im Erdgeschoß eher verhalten, steigern sich im ersten Geschoß und lassen den Saal, der im Rokokostil gehalten ist und mit malachit-grüner Bemalung auf licht-ockergelbem Grund sowie reiche Vergoldung aufweist, in faszinierendem Glanz erstrahlen. Aber auch die anderen Bauteile zeigen meisterliche Arbeiten, so die prächtigen Haustüren im Hauptgebäude und in den Seitenflügeln, Schöpfungen des Meisters Kilian Eschenbach aus Königshofen. Er fertigte auch das in ornamentalen Formen geschnitzte Treppengeländer.

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